Aktuelle Pressemitteilungen Foto: A. Zelck / DRKS
MeldungenMeldungen

Sie befinden sich hier:

  1. Aktuell
  2. Presse & Service
  3. Meldungen

Meldungen

Ansprechpartner

Herr
Timo Schneider

Dannenfelserstr. 40 a
67292 Kirchheimbolanden

Tel: 06352 4007-0
t.schneider@drk-kv-donnersberg.de

 

Verbrennungen und Verbrühungen an Weihnachten und Silvester: Erste-Hile Empfehlungen

DONNERSBERGKREIS.Die Kerzen auf dem Adventskranz und am Weihnachtsbaum, der flambierte Nachtisch, die Wunderkerzen, das brennende Fett der Weihnachtsgans und die zu lange in der Hand gehaltenen Silvesterkracher - selten ist die Verbrennungsgefahr so groß wie an Weihnachten und Silvester. An diesen Tagen und in den Nächten füllen sich die Notaufnahmen der Krankenhäuser. „Die meisten Verbrennungen sind zwar sehr schmerzhaft, aber meist nicht lebensbedrohend. Dennoch sollte man sich auf Verbrennungen an Weihnachten und Silvester vorbereiten und eine schnelle Erste Hilfe bereithalten“ so Tobias Diehl, Kreisverbandsarzt der Kreisverbands Donnersberg des Deutschen Roten Kreuzes. „Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass man durch das Kühlen von Verbrennungen lediglich einen sehr kurzfristigen schmerzlindernden Effekt erzielt, bei großflächigen Verbrennungen aber die Gefahr der Unterkühlung groß ist. Die dadurch entstehende Kreislaufbelastung kann dann im weiteren (klinischen) Behandlungsverlauf sehr viel problematischer sein als die durch die Verbrennung entstandenen Haut- und Gewebeschäden.“ so Diehl weiter. Durch den Verlust der Haut und ihrer Schutzfunktion ist bei Verletzten mit größeren Verbrennungen die Wärmeregulation des Körpers gestört, daher muss bei der Erstversorgung eine weitere Auskühlung unbedingt vermieden werden.

Der DRK Kreisverband Donnersberg empfiehlt daher bei Verbrennungen und Brandwunden:

 Was tun bei Verbrennungen und Verbrühungen?

 Versorgung von Brandwunden, Verbrennungen und Verbrühungen:

  •  Für die eigene Sicherheit sorgen
  • Bestehende Feuer löschen. Brennende Kleider mit Wasser oder einer Decke ersticken. Dabei die Person ansprechen und beruhigen. Notfalls die Person über den Boden wälzen.
  •  Umstehende Personen auf den Notfall laut mit Hilferufen aufmerksam machen.
  • Unter der Notrufnummer 1 1 2 erreicht man bei Bedarf den Rettungsdienst/Notarzt.
  • Verbrühte Kleidung rasch, aber vorsichtig entfernen. Mit der Haut verkrustete/festgebrannte Kleidung darf nicht entfernt werden. Nach Möglichkeit Schutzhandschuhe tragen.
  • Zur Schmerzlinderung nur kleine Körperoberflächen kühlen, sonst droht eine (möglicherweise gefährliche) Unterkühlung. Im Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, wobei die Atemwege immer freigehalten werden müssen.
  • Die Wunden locker mit keimfreien Verbänden bedecken.
  • Den Betroffenen zum Wärmeerhalt zudecken.
  • Gegebenenfalls Schock bekämpfen und bei Bewusstlosigkeit die stabile Seitenlage durchführen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wiederholt Bewusstsein und Atmung des Betroffenen prüfen.
  • Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.

Bei Brandwunden beachten!

  • Keine „Hausmittel“ verwenden!
  • Brandblasen nicht öffnen!
  • Mit der Haut verkrustete/festgebrannte Kleidung nicht ausziehen.
  • Eine Schmerzlinderung kann nur dann wahrgenommen werden, wenn die Überspülung der kleinflächigen Verbrennung mit Wasser tatsächlich sofort erfolgt.
  •  Die Gefahr bei einer anhaltenden oder großflächigeren Kühlung ist die Unterkühlung des Körpers, welche den Kreislauf (zusätzlich) belastet und in ihren Auswirkungen weit problematischer als die durch die Verbrennung verursachten Haut- und Gewebeschäden sein kann. Daher werden größere verbrannte Körperoberflächen nicht gekühlt. Am Körperstamm darf nicht gekühlt werden.
  • Bei Verbrennungen ist ein Arztbesuch empfehlenswert.

 Empfehlungen zur Schmerzlinderung:

  • Zur Schmerzlinderung nur kleinflächige Verbrennungen sofort mit möglichst fließendem handwarmem (Leitungs-)Wasser kühlen. Als Maßeinheit für kleinflächige Verbrennungen gilt hier die Größe der Handfläche des Betroffenen.
  • Eine Schmerzlinderung kann allerdings nur dann wahrgenommen werden, wenn die Überspülung mit Wasser tatsächlich sofort erfolgt.
  • Kühlen auf die verbrannte Körperstelle begrenzen. Am Körperstamm darf nicht gekühlt werden.
  • Im Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, wobei die Atemwege immer frei bleiben müssen.
  •  Anschließend Wunde ohne Druck keimfrei bedecken.
  • Wärmeerhalt/Betroffenen zudecken.
  • Ggf. Arzt aufsuchen.

 

 

Menschenhandel und Zwangsprostitution

ROCKENHAUSEN. Anlässlich der der Interkulturellen Woche im Donnersbergkreis haben der DRK Kreisverband Donnersberg in Kooperation mit dem Frauenhaus Donnersberg, dem Verein Frauen helfen Frauen und Frauen im Café Komm eine Vortragsveranstaltung im Café Komm in Rockenhausen organisiert.

„Prostitution gehört in Deutschland zur Realität. In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder Frauen, die durch Zwangslagen, seit es Armut oder Gewalt, in die Prostitution gezwungen wurden.“ erläuterte Timo Schneider, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes den Hintergrund des Engagements des Roten Kreuzes bei diesem Thema. „Die sehr wertvolle Beratungsarbeit von SOLWODI, ist für uns im Donnersbergkreis eine große Unterstützung für die wir sehr Dankbar sind.“ ergänzte Luise Busch, vom Verein Frauen helfen Frauen Donnersbergkreis, welcher Träger des Frauenhaus Donnersberg ist.

Regine Noll, Beraterin in der Mainzer Beratungsstelle von SOLWODI (SOLidarity with WOmen in DIstress/ Solidarität mit Frauen in Not) hat an diesem Abend aus Ihrer Beratungspraxis berichtet. Dabei stelle Sie verschiedene Schicksale von Frauen vor, die durch Menschenhandel von organisierter Kriminalität in Zwangsprostitution getrieben wurden und einen Ausweg schafften.

SOLWODI richtet sich an betroffene Frauen, die in Notsituationen Hilfe brauchen. Die Organisation hilft in den Bereichen Sextourismus, Heiratshandel und Menschenhandel.

Dieses Problem gibt es nicht nur in den Schwellenländern, sondern auch vor Ort in Deutschland. SOLWODI wurde 1987 in Deutschland gegründet. Frau Dr. Lea Ackermann, die diese Organisation ins Leben berufen hat, viel auf, dass immer mehr ausländische Frauen, Probleme in Deutschland haben und wollte helfen.

Noll stellte u.a. das Nordische Modell als Beispielhaft für den Schutz vor Zwangsprostitution vor. In diesem Modell, das nicht nur in Nordeuropa, sondern u.a. auch in Frankreich oder Kanda angewandt wird, wird neben Präventionsarbeit und qualifizierte Begleitungsprogramme zum Austieg aus der Prostitution die Förderung und der Kauf von sexuellen Handlungen kriminalisiert..

Alleborn DRK Ehrenmitglied

ALSENZ. Dieter Alleborn wurde vom DRK Ortsverein Alsenz zum Ehrenmitglied ernannt. „Das große Engagment und dern Einsatz von Dieter für das DRK sucht seinesgleichen. Es ist Beispielhaft.“ begründete Thomas Laubenstein die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

Alleborn, der über 25 Jahre in verschiedenen Funktionen im Vereinsvorstand tätig war, die meiste Zeit als Schatzmeister, war vor allem auch im Bereich der Blutspenden und der Wohlfahrtsarbeit des Roten Kreuzes aktiv bis es vor kurzem aus gesundheitlichen Gründen kürzer getreten ist und die Aufgaben anderen überlassen hat.

Die Ehrung wurde von Thomas Laubenstein und Timo Schneider, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes, durchgeführt.

Bild (v.l.n.r.): Timo Schneider, Dieter Alleborn, Thomas Laubenstein

Welt-Erste-Hilfe-Tag 2018

DRK empfiehlt: Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre erneuern

„Mehr als 1,7 Millionen Menschen hat das Deutsche Rote Kreuz im vergangenen Jahr in Erster Hilfe ausgebildet. Der DRK Kreisverband hat in 2017 allein fast 5.000 Menschen in Erster-Hilfe ausgebildet „Die Erste-Hilfe-Kenntnisse sollten möglichst alle zwei Jahre aufgefrischt werden“, sagt DRK-Kreisverbandsarzt und Ausbildungsbeauftragter Tobias Diehl anlässlich des diesjährigen Welt-Erste-Hilfe-Tages am 8. September 2018. „Das Rote Kreuz hat für jede Ausgangssituation den richtigen Kurs. Bei uns kann jeder helfen lernen.“

Der Erste-Hilfe-Tag 2018 steht ganz im Zeichen der Erste-Hilfe-Ausbildung für Verkehrsteilnehmer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2017 nahezu 400.000 Personen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt. 3.177 Menschen überlebten den Unfall nicht. „Bei rechtzeitigen und richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen könnten zehn Prozent der Unfalltoten gerettet werden“, sagt Diehl. „Bei vielen Autofahrern ist jedoch der Kurs so alt wie ihr Führerschein. Daher appellieren wir an die Verkehrsteilnehmer, ihre Kenntnisse aufzufrischen und einen Kurs zu besuchen. Vergessen Sie nicht, dass auch Sie in Situationen kommen können, in der Sie auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind“, sagt Diehl und gibt Verkehrsteilnehmern weitere Tipps zur Ersten Hilfe: „Prüfen Sie regelmäßig, ob der Inhalt Ihres Verbandkastens noch verwendbar ist und erneuern Sie rasch verbrauchtes Material! Für Fahrradfahrer gibt es im Fachhandel spezielle Verbandtaschen. Diese sind zwar nicht vorgeschrieben, aber gerade bei kleinen und großen Fahrradunfällen extrem hilfreich.“

Der Internationale Tag der Ersten Hilfe wird weltweit jeweils am zweiten Sonnabend im September begangen (2018 ist das der 8. September.).

Rotkreuz-Kurs-Angebote unter: www.drk-kreisverband-donnersberg.de und weitere Infos  unter (06352) 4007-0 oder info@drk-kv-donnersberg.de